Festival-Krieg 2015: Kann es überhaupt einen Sieger geben?

Ein großes Donnern ging 2014 durch die deutsche Festivallandschaft und nicht zuletzt auch durch die Veranstaltungsbranche. Der neue Betreiber des Nürburgrings, die capricorn GROUP kündigte Ende Mai der Marek Lieberberg Konzertagentur nach 29 Jahren die Zusammenarbeit, da der Betreiber andere Vorstellungen über den neu zu verhandelnden Mietvertrag hatte. Marek Lieberberg kündigte daraufhin umgehend an, daß Festival unter gleichem Namen an einem anderen Veranstaltungsort durchführen zu wollen. Es begann eine gerichtliche Auseinandersetzung über die Namensrechte, in der sich Marek Lieberberg in der zweiten Instanz durchsetzte und somit auch zukünftig den Namen „Rock am Ring“ unabhängig von der Location nutzen darf.

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Public Viewing bei Fußballturnieren: Eine kurze ökonomische Analyse aus Sicht von Veranstaltern

Public Viewing oder „Rudelgucken“, wie es der Duden definiert, ist seit der WM 2006 ein neues Konzept am Veranstaltungsmarkt. Ursprünglich wegen der nicht zu befriedigenden Ticketnachfrage als Ersatzprodukt konzipiert, hat sich Public Viewing Fußball WM‘s und EM‘s inzwischen als nicht mehr wegzudenkendes Event etabliert.

Neben Gastronomen, die Übertragungen auf Tvs und kleineren Leinwänden anbieten, sind insbesondere Kommunen mit ihren Veranstaltungsbüros oder Stadtmarktingabteilungen Veranstalter von Public Viewing Veranstaltungen. Aber auch zahlreiche kommerzielle Anbieter sind an diesem Markt aktiv. Im Folgenden sollen die dahinter liegenden ökonomischen Aspekte näher erörtert werden.

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Konzert von Udo Lindenberg in Düsseldorf – Kleiner Fehler, große Wirkung

Beim Konzert von Udo Lindenberg am 07. Juni 2014 kam es zu einem Social Media Erdbeben. Was war passiert? Folgender Blog-Artikel faßt das Geschehene (zum Teil etwas unreflektiert) zusammen:

http://www.indiskretionehrensache.de/2014/06/lindenbergs-panikparty-shitstorm/

Ganz pragmatisch, läßt sich der Fehler relativ leicht erkennen: Die Einlasszeit und der kommunizierte Beginn laut Ticket paßten schlicht nicht zum gebotenen Programm. Hierzu muß gesagt werden, daß die Infos auf den Tickets meist schon zum Vorverkaufsstart im System hinterlegt werden. Das Konzert ging seinerzeit am 15.10.2013 in den Vorverkauf, also ca. 9 Monate vor dem Konzert. Zu diesem Zeitpunkt stand also sicher noch nichts Konkretes zum Vorprogramm fest, eventuell war sogar ein ausgedehntes Vorprogramm mit 4-5 Supportacts angedacht, so wie es Mario Barth bei seinem Weltrekord im Olympiastadion vormachte. Das dies nun nicht der Fall war ist nicht der berühmte Stein, der das Faß zum überlaufen brachte. Vielmehr ist es die mangelnde Kommunikation über den tatsächlichen Ablauf des Konzertes. Wenn schon eine großspurige Social Media Kampagne angestoßen wird, hätte man hier in den Tagen vor dem Konzert auf den Ablauf genauer eingehen können, eventuell auch den Einlass nach hinten verlegen müssen.

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Kommentar zur Ankündigung und Absage des Prince Konzertes in Berlin

Das am 27. Mai angekündigte Prince Konzert im Tempodrom Berlin hatte in vielerlei Hinsicht bemerkenswerte Folgen. Zunächst habe auch ich mich als Musikfan gefreut, daß der Vollblutmusiker und Multiinstrumentalist Prince in Deutschland Station macht. Waren doch in den letzten 10 Jahren seine Auftritte in Deutschland faktisch an einer Hand abzuzählen.

Das erste Besondere an der Ankündigung war, daß das Konzert bereits am 03. Juni stattfinden sollte, sprich also genau einer Woche nach der Ankündigung. Also eine sehr kurze Zeit für den Ticketabverkauf. Dafür wurde aber auch ein relativ kleines Venue mit einer Maximalkapazität von 4.000 Besuchern gewählt. Was dann passierte faßte der folgende Artikel  zusammen:

http://www.ticcats.de/blog/entry/ticcats-blog-prince-in-berlin-chronologie-eines-ticketvorverkaufs

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